Wirtschaft nervt Stau um Bad Segeberg

Bad Segeberg. Es kostet Zeit, es kostet immer wieder Geld und Nerven. Die Wirtschaft des Nordens will den Stillstand rund um die A 20 nicht länger stillschweigend hinnehmen. “Das Thema A 20 plagt uns seit vielen Jahren. Die Realität ist: Stau und noch mehr Stau”, warnt Bernd Jorkisch, Geschäftsführer Partner des Holzhandels Jorkisch in Daldorf. Zwei Kilometer Stau vor und nach Bad Segeberg sind den Bürgern nicht mehr zuzumuten. “Und die Wirtschaft der Region schon gar nicht.” Er kritisiert die mangelnde Planungssicherheit von Unternehmen.

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„Mehr als 40 unserer Trucks quälen sich jede Woche hin und her durch die Stadt. Das sind insgesamt 80 Treffer. Das lässt sich schnell hochrechnen: Stand jeder Lkw 10, 15 oder 30 Minuten, multipliziert mit 50 Wochen im Jahr, kommt man auf einen sechsstelligen Betrag pro Jahr. Und das gilt nur für ein Unternehmen“, sagt Jorkisch. „Das ist eine unerträgliche Situation.“ Lieferanten und Kunden geht es nicht anders. Auch Autobahngegner sollten die Stausituation angesichts der Umweltsituation als unerträglich empfinden.

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Unternehmen wie Möbel Kraft tragen 13 Jahre lang die Kosten des Staus

Die A 20 ist nicht nur für Segeberg ein Problem: „Es geht um Norddeutschland. Mit der Festen Fehmarnbeltquerung, zwischen Hamburg und Kopenhagen, werden wir im Norden eine neue zukünftige europäische Achse haben. Sie wird das zentrale Logistikzentrum von.“ Ostseeraum. Und die Achse wird die beste sein. Schwung geben. Das ist keine Vision, das ist vorhersehbar”, sagte Jorkisch bei einer IHK-Veranstaltung im Rathaus in Bad Segeberg. „Um diesen Erfolg in Mittelholstein in Richtung Wertschöpfung, Beschäftigung und Wachstum zu führen, braucht es die A 20.“ Gute Verkehrswege, ob per Bahn, Luft, Wasser oder Glasfaser, seien immer und überall auf der Welt die Grundvoraussetzung für eine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, betonte der Unternehmenschef.

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A-20-Kampagne von sieben Handelskammern im Norden

Werbung ab 2021 der IHK in Lübeck, Kiel, Flensburg, Oldenburg, Stade, Hamburg und Bremen unter dem Motto: „A 20 – mehr als eine Autobahn“ für die Autobahn. Ziel der Kampagne ist es, auf die wirtschaftlichen und sozialen Vorteile der Autobahn aufmerksam zu machen.

Das Ziel ist, beachten Sie die belastende Situation der A 1 und A 7 im Raum Hamburg und die unzureichende Kapazität der B 205, B 206 und B 404. Entscheidungsträger werden aufgefordert, den Bau der A 20 fortzusetzen, beispielsweise durch Geschwindigkeitsgesetze Planung auf.

Der spätere Aufbau die A 20 ist eine wichtige Vorgabe der Industrie- und Handelskammern. Denn die Ost-West-Verbindung würde die Wirtschaftszentren Norddeutschlands verbinden, die Hamburger Innenstadt entlasten und die Seehäfen besser anbinden.

Günter Loose, Geschäftsführer von Möbel Kraft in Bad Segeberg, teilt seine Einschätzung. „Es ist richtig, von Kosten und Nutzen eines Projekts zu sprechen. Aber nach so vielen Jahren sollten die Staukosten dringend diskutiert werden. Wir haben sie seit 13 Jahren und es ist kein Ende in Sicht. Dieser Status Quo ist keine Option mehr und wir brauchen beschleunigtes Handeln“, sagt Loose. Viele Menschen kommen nur nach Bad Segeberg, weil sie bei dem Möbelriesen einkaufen wollen. „Wir leben davon, dass viele Kunden zu uns kommen. Wir leben davon absehen, Mitarbeiter aus der Region einzustellen. Das geht nur mit vernünftigen Transitwegen.”

Günter Loose, Geschäftsführer von Möbel Kraft in Bad Segeberg, berichtet auf einer IHK-Veranstaltung in Bad Segeberg über die wirtschaftlichen Herausforderungen durch den A 20-Schnitt.

Günter Loose, Geschäftsführer von Möbel Kraft in Bad Segeberg, berichtet auf einer IHK-Veranstaltung in Bad Segeberg über die wirtschaftlichen Herausforderungen durch den A 20-Schnitt.

Krise: Mit der A 20 die Wirtschaft richtig stellen

Die meisten Kunden kommen freitags oder samstags in die Kaufhäuser. In Spitzenzeiten kollidiert dies mit dem Anreiseverkehr der Karl-May-Spiele und den Ostsee-Touristen. „Der Kunde ist sehr sensibel, was Strecken angeht“, sagt Loose. Der Möbel-Kraft Standort ist ohnehin sehr gut zu erreichen. Die Oberbürgermeisterin von Bad Bramstedt, Verena Jeske, sprang den Unternehmern auf die Seite: „Wir hoffen, dass wir irgendwann die A7/A20 kreuzen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das für uns sehr wichtig. Das würde ich mir wünschen.“ Lassen Sie uns nicht in die Vergangenheit blicken und über neue Ideen sprechen. Der Stand der Technik entwickelt sich ständig weiter.“ Jetzt muss es vorangehen.

Ist Bad Segeberg immer noch das ewige Ende der A 20?  Unternehmer und Planer diskutierten darüber bei einer IHK-Veranstaltung in Bad Segeberg.  Sie analysierten auch die Situation der B 206, die durch Bad Segeberg verläuft.

Ist Bad Segeberg immer noch das ewige Ende der A 20? Unternehmer und Planer diskutierten darüber bei einer IHK-Veranstaltung in Bad Segeberg. Sie analysierten auch die Situation der B 206, die durch Bad Segeberg verläuft.

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Jeske: „Wir alle haben sehr große finanzielle Probleme zu bewältigen. Irgendwo muss das Geld ja auch herkommen. Ich frage mich, was Schleswig-Holstein als eines der ärmsten Bundesländer aushält, wenn wir unsere Wirtschaft nicht gut aufstellen.“ . Dafür braucht es Infrastruktur. Die Autobahn ist dafür ein extrem wichtiger Baustein.“

Die Grünen fordern weiterhin eine Tunnellösung

Kritik kam von den Grünen und der Bürgerinitiative „A20-Nordbogen“. So werde etwa der Traveschule direkt an der Strecke wenig Beachtung geschenkt, beklagte Landtagsabgeordnete Ulrike Täck. Er bat darum, eine Deckungslösung noch einmal zu prüfen. „Das kann ich nur unterstützen. Die Möglichkeit besteht noch“, sagte Nic Pohlmann, Sprecher der North Arch Initiative. “Wer hat eigentlich ein Interesse daran, dass Bad Segeberg keinen Tunnel bekommt?”, fragte Kurt Göttsch (Grüne), bürgerliches Mitglied der Segeberger Kreispolitik. Um Hamburg herum gab es laut Planern keine andere Möglichkeit, die Grenzwerte einzuhalten. Der Verkehr ist nicht vergleichbar.

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Auch Wolfgang Zeichner verfolgte die Debatte. Als ehemaliger Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium hat er den ersten Abschnitt der A 20 über die Grenze Mecklenburg-Vorpommerns hinaus mitgeplant. „Wir stehen vor einem Autobahntorso bei Bad Segeberg. Sowohl die Rechtsprechung als auch der gesunde Menschenverstand sagen, dass es so nicht bleiben kann. Das Ding muss jetzt gebaut werden. Das Projekt wird auch im Zweifel vor Gericht gehen.”

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Die Planer von Deges, seit 2018 für den Nachbau der A 20 verantwortlich, sind zuversichtlich: In zwei Jahren wollen sie das Baurecht für den Abschnitt haben. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Vorbereitungen von Dauer sind“, sagte Projektleiter Rüdiger Martens. Der Ansatz der Deges: Eine Fehlerberichtigung einreichen, die nicht an das Bundesverwaltungsgericht zurückgeht.

Von Irene Burow

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