So läuft er in RLP ab – SWR Aktuell

Wie gut können Menschen vor Hochwasserkatastrophen in Rheinland-Pfalz gewarnt werden? Dies soll heute mit einem Testalarm am Bundesweiten Alarmtag überprüft werden.















Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal wird der Warntag in Rheinland-Pfalz besonders aufmerksam verfolgt. Der Testalarm wird am 8. Dezember um 11 Uhr sein. Dabei kommen verschiedene Warnsysteme zum Einsatz, sogenannte Warnmischungen werden getestet.

Über Radio und Fernsehen werden Warnmeldungen verbreitet, aber auch Sirenen und Lautsprecherwagen kommen zum Einsatz. Darüber hinaus werden Warnmeldungen über Warn-Apps wie Neena und Katwaran an Mobiltelefone gesendet. Erstmals wird das zellulare Übertragungsverfahren auch für den Mobilfunk erprobt.

Informationen zum landesweiten Warntag sind auch auf Ukrainisch verfügbar. Damit soll verhindert werden, dass traumatisierte Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine eingeschüchtert werden.

Warntag: Das neue Mobilfunk-Warnsystem wird am 8. Dezember landesweit getestet.  Alle Smartphone-Besitzer sollen eine kurze SMS vom Zivilschutz erhalten haben.  (Foto: colorbox, colorbox14166381)

Das neue Mobilfunk-Warnsystem wird am 8. Dezember landesweit getestet. Alle Smartphone-Besitzer sollen eine kurze SMS vom Zivilschutz erhalten haben.


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Mit Cell Broadcast erhalten Handynutzer eine Warnmeldung auf ihr Smartphone. Dafür muss keine App installiert werden. Grundsätzlich geht die Benachrichtigung an jedes Smartphone, das gerade Empfang hat. Kein anderes Warngerät kann mehr Menschen erreichen. Allerdings funktioniert die Technik bei älteren Geräten oft nicht.















Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) werden viele Smartphones diese Warnungen direkt empfangen können, ohne dass Nutzer Einstellungen vornehmen müssen. In der Regel ist es jedoch sinnvoll, im Menü des Handys „Test Alert“ zu aktivieren und die neusten Updates zu installieren.

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Beim Warntag geht es nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums darum, verschiedene Warngeräte zu testen und die Bevölkerung zu sensibilisieren.

„Übergeordnetes Ziel solcher Aktionen sollte es sein, dass jeder Bürger durch mindestens ein Warngerät erreicht und somit gewarnt wird.“

Eine Dreiviertelstunde nach Verbreitung der Warnungen muss Entwarnung gegeben werden – also um 11.45 Uhr.

Auch die Menschen in Deutschland müssten sich mit mehr Katastrophenszenarien auseinandersetzen, sagte Ebling. Dies zeigte sich bei Extremwetterereignissen wie Überschwemmungen und Waldbränden im Ahrtal sowie im russischen Angriffskrieg in der Ukraine. „Ein flächendeckendes Netz von Warngeräten und Sirenen, das von der Bundesregierung im Zivilschutz und von Kommunen im Katastrophenfall eingesetzt werden kann, ist daher unerlässlich“, sagte der Minister, der Ahar besucht, um Valley zu warnen am tag von.

Bundesweiter Warntag: Sirenen- und Lautsprecherdurchsagen in 30 Gemeinden in RLP

Wie das Innenministerium mitteilte, haben sich rund 30 rheinland-pfälzische Kommunen für den Warntag angemeldet. Also wollen sie mit Sirenenwarnungen oder Lautsprecherdurchsagen teilnehmen. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, es könne durchaus sein, dass auch Gemeinden teilnehmen würden, die sich nicht angemeldet hätten.

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Bad Neuenahr-Ahrweiler

Im Ahar-Tal wurde ein neues Netz mit elektronischen Warnsirenen geschaffen.  Sie sollen beim Probealarm am Samstag getestet werden.  (Foto: dpa Buildfunk, Thomas Frey)

Viele Menschen im Ahar-Tal konnten nicht rechtzeitig vor der Flutkatastrophe gewarnt werden. Es gibt jetzt ein neues Warnsystem mit einer elektronischen Sirene. Am Samstag wurde es getestet.


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85 neue Sirenen wurden anlässlich des Warntages im Ahar-Tal offiziell in Betrieb genommen. In den von der Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden an der Ahr wurden neue elektronische Sirenen installiert. Nach Angaben der Bezirksverwaltung werden am Tag der Warnung nur diese Sirenen im Bezirk Ahrawilar zu hören sein. An Orten, die nicht von Hochwasser betroffen sind, bleiben die Sirenen stumm.

Ansonsten werden im Ahrtal auch Warntools wie Smartphone-Apps und Mobilfunkrundfunk getestet. Während der Flutkatastrophe im Juli 2021 fielen unter anderem Mobilfunk- und Telefonnetze aus, viele Menschen blieben ohne Vorwarnung zurück.

Alarmsirene auf dem Dach des Hauses (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Buttner)

Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal und in der Eifel hat einmal mehr deutlich gemacht, dass Sirenen Leben retten können. Aber es gibt verschiedene Alarmsignale. So klingen sie und was bedeuten sie:

Das neue Lautsprechersystem wird im Landkreis Westerwald getestet

Im Westerwaldkreis werden am Tag der Warnung neue mobile Hochleistungslautsprecher getestet. Neben Durchsagen kann das System auch zum Ertönen von Sirenen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden. Auch die Feuerwehr der Gemeinde Asbach im Landkreis Neuwied wird ihr neues Warnsystem „Mobela“ testen. Sie möchte mit mehreren Fahrzeugen in der Stadt fahren.

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Es gehe auch darum zu testen, wie verständlich die Durchsagen seien, hieß es. Auch die Feuerwehr will testen, wie groß die Fläche ist, die sie in den vorgegebenen 45 Minuten abdecken kann, um Anwohner zu warnen.

Um festzustellen, ob die Warnmeldungen bei den Menschen ankommen, werden auch die Menschen in Rheinland-Pfalz am Warntag um Stellungnahme gebeten. Insbesondere, ob sie Warnungen über neue Mobilfunkübertragungen erhalten haben. Bürgerinnen und Bürger können ihre Erfahrungen am Bundesweiten Warntag und online auf der BBK-Website teilen.

Alert Day-Saldo voraussichtlich Donnerstag

Das rheinland-pfälzische Innenministerium will am Donnerstag darüber informieren, wie der Alarmtag im Land verlaufen ist. Dafür ist bundesweit das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz zuständig.

Der letzte Alarmtag vor zwei Jahren ging weitgehend schief. Über die Warn-Apps Neena und Katavaran gelangten Informationen über die Gefahr mit etwa einer halben Stunde Verzögerung auf die Handys. Künftig wird es jedes Jahr einen Warntag geben.

Warntag: Das neue Mobilfunk-Warnsystem wird am 8. Dezember landesweit getestet.  Alle Smartphone-Besitzer sollen eine kurze SMS vom Zivilschutz erhalten haben.  (Foto: colorbox, colorbox14166381)

Das neue Mobilfunk-Warnsystem wird am 8. Dezember landesweit getestet. Alle Smartphone-Besitzer sollen eine kurze SMS vom Zivilschutz erhalten haben.


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