Schenken Sie Bücher statt Smartphones

Lesen ohne Bildschirm
:
Aufruf zur Vorweihnachtszeit: Kindern Bücher statt Smartphones schenken

Weihnachten steht vor der Tür, Geschenke werden gekauft. Und wieder wird es elektronisches Spielzeug unter dem Weihnachtsbaum geben. Sie wollen den Kindern eine Freude machen. Aber ob du ihnen etwas Gutes tust, ist eine ganz andere Sache.

Neulich in der S-Bahn. Eine junge Mutter kam herein, legte ihren 14 Monate alten Sohn auf die Couch und reichte ihm sofort ihr Smartphone, das mit schrillem Ton ein kleines Video abspielte. . Das Kind starrte wie hypnotisiert auf die bunten Blinklichter. Er sah die Menschen um sich herum nicht, er bemerkte den vorbeifahrenden Zug nicht, er sah die vorbeifahrende Landschaft nicht. Er vermisst die ganze Welt. Aber die Mutter war in Frieden.

Eine ganze Generation ging durch eine Fantasie

Leider ist diese Beobachtung kein Einzelfall. Dort wächst eine ganze Generation von Kindern heran, die ihre Welt nicht mehr durch eigene Beobachtung und Vorstellung erfahren, sondern als virtuelle Illusion. Gerade in sogenannten „bildungsfernen“ Fällen werden Kinder schon früh mit Handys verbunden. Mit entsprechenden Konsequenzen für die schulische Leistungsfähigkeit und Konzentration. Heute weiß jeder Erstsemester-Hirnforscher, dass ein zu früher Bildschirmkonsum die gesunde Entwicklung des Kindes gefährdet. Wie kann ein Kind seine eigene Vorstellungskraft, seine eigene Bildwelt entwickeln, wenn alles, was ihm serviert wird, vorgefertigt ist?

Aber nicht nur bei den „Schantalls“ und „Kevins“ dieser Welt nehmen Bildschirme immer mehr Platz ein. Andere Eltern können der gleichen Versuchung nicht widerstehen, klagende Kinder mit Handys und Fernsehern zu überreden. Weil du so gestresst bist, weil du immer am Handy bist. Und weil Sie gerade keine Zeit haben, zum Beispiel gemeinsam ein Buch zu lesen.

Jeder, der die Welt lesen kann

Gemeinsames Lesen ist wahrscheinlich das Beste, was man mit einem Kind machen kann. Umarmen Sie sich auf dem Sofa, lesen Sie gemeinsam ein schönes Bilderbuch oder eine interessante Geschichte. Das ist nicht nur gut für das Gehirn des Kindes, sondern auch für das Herz der Mutter oder des Vaters.

Man kann es wie ein Mantra in all den sehr regelmäßig erscheinenden Bildungsberichten lesen: Kinder aus gebildeten Familien haben bessere Chancen im Leben – auch weil sie später auf der Leinwand erscheinen, aber sehr früh mit Büchern in Berührung kommen. Das ist ihr entscheidender Ausgangspunkt im Leben. Und das hat nichts mit Geld zu tun. Sie müssen nicht reich sein, um mit Ihren Kindern Bücher zu lesen. In jeder Stadt gibt es Bibliotheken, in denen Sie kostenlos Bilder oder Kinderbücher aller Art ausleihen können. Es gibt unzählige Flohmärkte oder Second-Hand-Märkte. Und für den Preis des neusten Computerspiels gibt es zu Weihnachten sogar ein paar brandneue Kinderbücher zu kaufen. Und sie dann zusammen mit dem Kind lesen. Was für ein Geschenk! Denn wer lesen kann, versteht die Welt. Wer früh lernt, längere Texte zu verstehen, kann später auch komplexe Zusammenhänge besser verstehen – und kauft dann bestimmt wieder gerne Bücher für sein Kind.

Source

Auch Lesen :  Kerzen: Ein Feinstaub freisetzendes Lichtlein brennt

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button