Land Rover Discovery Sport und Volvo XC60 im Test

Land Rover Discovery P300e & Volvo XC60 T6 aufladen
Premium-SUV als Plug-in-Hybrid getestet

Entgegen allen Schicksalsprognosen – Stichwort Ladekabel ausgepackt nach 20.000 Kilometern – gibt es Einsatzmuster, bei denen Plug-in-Hybride durchaus Sinn machen. Kombinieren Sie auf Wunsch mit einem Anhänger nach Mailand oder Madrid für eine elektrische Fahrt durch die Stadt. Wenn Sie sich zu dieser Zielgruppe mit Lademöglichkeiten zählen, die noch nicht die europaweite Flexibilität bieten, die ein vollelektrisches Fahrzeug benötigt, erscheinen zwei Tests des Land Rover Discovery Sport P300e und des Volvo XC60 T6 Recharge A-Kandidaten.


Der Drang, die bekannten Pfade von X3, GLC und Q5 zu verlassen, schadet sicherlich auch nicht. Aber zuerst heißt es „Dali, Dali“ oder „Pech“. Volvo sagt, dass es sich für den PHEV-XC60 qualifiziert, da es je nach Ausstattung und Händler noch Modelljahrzuweisungen für 2022 gibt. Inzwischen ist der Discovery Sport für 2022 bereits ausverkauft. Der Rest kann nur mit Tagesregistrierungen aus dem Fördertopf gekratzt werden.


Land Rover Discovery Sport: Schnelles Nachladen

Landrover Discovery Sport

Achim Hartmann

Im Land Rover ergeben Verbrennungsmotor und Elektroantrieb eine Systemleistung von 309 PS und ein Systemdrehmoment von 540 Nm.

Drücken Sie den Startknopf, das digitale Kombi-Instrument von Land Rover leuchtet auf, berühren Sie den EV-Modus auf der Fahrmodus-Tastatur, und plötzlich brüllt der turbogeladene 1500 Triple. Sehr prominent und gut isoliert, er bekam nicht einmal eine Stimme. Land Rover lehnte den reinen Elektromodus während der Tests mehrfach ab. Die Beschleunigung im E-Modus lässt schnell nach, reicht aber für den Stadtbetrieb aus und ist kein Grund, den Verbrennungsmotor zu starten. Auch die Reichweite ist mit 63 Kilometern ordentlich, und Land Rover forciert besonders stark den Elektroantrieb dank DC-Ladeoption (32 kW, 0 auf 80 Prozent in 30 Minuten). Beim AC-Laden, das mit der Leistung zusammenhängt, kann er den 7-kW-Bordlader (Volvo: 3,7 kW) vollständig nicht nutzen und lädt die 15-kWh-Batterie länger als von Land Rover versprochen in etwas mehr als 3 Stunden.


Beide Motoren arbeiten gut im Team zusammen, erreichen aber nur rund 135 km/h. In diesem Fall zwingt der Synchronmotor den Verbrennungsmotor allein dazu, gegen die Fahrwiderstände anzukämpfen. So geht es langsam Richtung 200 km/h, in Bereichen mit hohem Verbrauch aber auch schneller. Wenn der Untergrund uneben ist, spürt man meiner Meinung nach die Gene des Geländewagens, die nur im Markennamen zu finden sind.


Mehr SUVs als SUVs

Landrover Discovery Sport

Achim Hartmann

Ein komfortables Land Rover-Cockpit mit übersichtlichem Display. Auf Knopfdruck wird die Klimaanlage rechts zum Fahrmodusschalter. Viele Modusoptionen und Offroad-Fahrhilfen wie Wade Sensing sorgen für ein Gefühl von Abenteuer. Ein sehr vielseitiger Innenraum mit verschiebbaren Rücksitzen, einem praktischen Schienensystem und einer großen Ladefläche.

Ein passives Fahrwerk fängt Stöße sanft und komfortabel ab, lässt sich aber in den meisten Fällen nicht wieder aus dem Auto nehmen. Die Lenkung wirkt eher wie ein Stimulator als ein Beruhigungsmittel und imitiert das Lenkgefühl einer Mittelklasse-Limousine mit direkten Einstellungen und klarem Feedback. Knackige Lenkbefehle, fiese Verwerfungen im Asphalt: Sie alle bringen Bewegung in den Aufbau und jede Menge Wellengang in die Karosserie. Gut für ein Kult-Geländewagen-Feeling, mäßig für einen mitreisenden Beifahrer.


Es gibt viel Platz in der Rücksitz-Schiebeart. Gleiches gilt für Gepäck, das sich in den Weiten eines kastenförmigen Kofferraums ausbreiten lässt. Im Gegensatz zu Diesel- und Benzinern sind PHEVs nicht als Siebensitzer erhältlich, verfügen aber dank der platzsparenden Unterbringung der Hybridbatterie unter den Rücksitzen über ein praktisches Fach unter dem Ladeboden.



Die Vordersitze sitzen schön in bequemen, wenn auch nicht extravagant geformten Sitzen. Das Infotainmentsystem packt eine logische Menüstruktur und praktische Tastenkombinationen auf einen hochauflösenden, reaktionsschnellen Touchscreen, der etwas zu klein ist. Zu viele Tachometer-Display-Menüs brauchen lange zum Navigieren. Die großen, mehrfach belegten Tastenfelder am Lenkrad sorgen nicht nur für Ablenkung, sondern bieten auch komfortable Bedienmöglichkeiten wie die direkte Deaktivierung des Spurhalteassistenten. Es erfordert auch etwas längere Bremswege als die erforderlichen 36,5 Meter bei 100 km/h und etwa 65 Meter bei 130 km/h.


Treten Sie in die Fußstapfen des Verteidigers

Landrover Discovery Sport

Achim Hartmann

Der Land Rover Discovery Sport hat 21 cm Bodenfreiheit und wir wollen auch als Plug-in-Hybrid die markentypische echte Offroad-Fähigkeit liefern. Die Mercedes G-Klasse ist nur 3 cm länger.

Dennoch versprüht der Discovery dank seiner zahlreichen Offroad-Features, vom Tiefensensor bis zur Kamera unten an der Frontschürze, auch im Alltag immer einen Hauch von Abenteuer. Curbs – Für zahlreiche Fahrmodi für jedes erdenkliche Gelände. Schließlich lässt es sich durch seine kantige Form und die erhöhte Sitzposition präziser um wilde Bäume und Parkpfähle manövrieren und versprüht die nötige Rustikalität.


Eine schlechte Klimaanlage macht nicht unbedingt Lust auf das nächste Wüstenabenteuer, aber ein Volvo macht schnell klar, dass die Schweden auf St. Moritz zielen, nicht auf die Sahara. . Schon im Cockpit, in toller Lounge-Atmosphäre, wird deutlich, dass er dich eher auf Abenteuer mitnimmt, als sie mit dir zu erleben.


Volvo XC60 T6 Recharge: Mehr SUV als SUV

Volvo XC60

Achim Hartmann

Der Volvo hat eine Systemleistung von 350 PS und ein Systemdrehmoment von 659 Nm aus Verbrennungsmotor und Elektroantrieb.

Befreit von phantasievollen Offroad-Ambitionen kann sich der XC60 ganz auf seine sportliche Präsenz konzentrieren. Als erstes überzeugt das Fahrwerk, das seit Beginn dieser XC60-Generation einen wahren Reifeprozess durchlaufen hat. Abgesehen von kurzen Wellen spüren die Bewohner wenig Vibrationen. Insgesamt dämpft der Volvo sehr präzise und schont vor allem die Struktur. Gleichzeitig bleibt es auf der Autobahn ruhig und die Fahrunterstützung ist zuverlässig und unauffällig. Ein 2-Liter-4-Zylinder-Motor mit kompressorunterstütztem Turbolader gibt nicht nur bei Volllast, sondern auch bei vollem Schub ein akustisches Signal.


Hervorragende Fahrdynamik (auf der Straße)

Volvo XC60

Achim Hartmann

Beim Bremsen können die Schweden überzeugen. 33,6 Meter von 100 km/h und 58,1 Meter bis 130 km/h. Bei dieser Geschwindigkeit ist er dem Land Rover über 7 Meter voraus!

Verbrennungsmotor und Elektromotor von Volvo sind jeweils viel stärker als Randys Antrieb. Trotz elektronischer Leistungsbegrenzung auf 350 System-PS fühlt sich der Volvo mit 100 statt 41 System-PS stark an. So oder so trifft er den 180-km/h-Begrenzer so hart wie Michael Phelps am Rand des Olympiabeckens. Mit sportlichen Michelin-Reifen hingegen geht das Bremsen aus 100 km/h überraschend schnell, das Bremsen aus 130 km/h sogar noch besser. Auch der Übergang zwischen Pedalregeneration und Bremsen ist großartig. Und die Lenkung ist Volvo-typisch angenehm, liegt aber mit sanfter Übersetzung gut am schweren Schweden.


Unter der Haube können Sie sich auf das Android-Betriebssystem konzentrieren, müssen es aber nicht. Bessere Sprachsteuerung, intelligenteres Google Maps. Der Weg zu den Fahrzeugeinstellungen oder zur Klimaanlage ist nur verwirrend. Auch die mit obskuren Symbolen gekennzeichneten Tasten am Lenkrad sind für Volvo-Neulinge gewöhnungsbedürftig. In puncto Qualität ist Volvo Land Rover einen Schritt voraus und bietet bessere Materialien an. Der Platz in der zweiten Reihe ist etwas enger als in der Disco, aber die erweiterbaren Sitzerhöhungen für Kinder sind sehr praktisch. Deutlicher wird es im Kofferraum. Ein Ladevolumen von bis zu 1395 Litern, ohne ordentliche Kabelfächer unter dem Ladeboden, reicht für einen 4,7-Meter-SUV nicht aus.


Und er Herren und Herren…

Volvo XC60

Achim Hartmann

Nach 76 km rein elektrischer Fahrt kann die 18,8-kWh-Batterie nur noch mit Wechselstrom geladen werden. Land Rover kann mit Gleichstrom aufgeladen werden, sodass das Aufladen von 0 % auf 80 % nur 30 Minuten dauert.

Für den Hybrid-Alltag werden die reichhaltige elektrische Reichweite und die vielen Fahrmodi des XC60 geschätzt. Bei Bedarf hält Volvo Strom bereit oder lädt die Hochvoltbatterie auf, um im Power-Modus Leistung und Kraftstoff von 5-8 auf 100 km/h umzuwandeln. Beide Fahrzeuge verfügen außerdem über einen Stromverteiler, der die Starterbatterie von der Hochvoltbatterie mit Strom versorgt und so einen wirksamen Fehlerschutz bietet. Wenn die 18,8-kWh-Batterie Ihres Volvo nach 76 km leer ist, brauchen Sie viel mehr Geduld als geplant. In zwei Versuchen lud der XC60 etwa vier Stunden mit voller Leistung, senkte dann die Ladeleistung auf etwa 0,3 kW und ließ den Akku weitere 11 Stunden in die Wallbox saugen, bevor er schließlich 100 Prozent erreichte.


Ein kürzlich getesteter V90 mit gleichem Laufwerk hatte dieses Problem nicht, allerdings konnte ich die Ursache beim Drucken nicht feststellen. Volvo geht jedoch von einem Kommunikationsproblem zwischen der Wallbox und dem Autoladegerät aus.



Die verlorenen Punkte haben ihm nur in der Gesamtwertung etwas geschadet. Beim Probefahrtpreis wird der Preis durch die strengen Verpackungsbeschränkungen des in die Bewertung einbezogenen Zubehörs weiter in die Höhe getrieben. Bremswerte und eine etwas dürftige Multimedia-Ausstattung bescherten Land Rover dagegen viele Punkte in den Rubriken Komfort und Sicherheit.


Lohnen sich die beiden ohne Förderung?Ohne geladene Batterie können beide nur einen bescheidenen Verbrauchsvorteil gegenüber einem reinen Verbrenner verbuchen. Zum Vergleich: Der XC60 B5 AWD mit seinem 250-PS-Benziner verbraucht nur 0,6 Liter mehr. Außerdem kostet ein solcher Allrad-Benziner mit besserer Ausstattung 3700 Euro günstiger bei Volvo und rund 4600 Euro bei Land Rover (200 PS). Ein Plug-in-Hybrid ist also ein Fall von fleißigem Nachladen, mit ausgepacktem Ladekabel.


Umfrage

Ja, die rein elektrische Variante ist gut für die Umwelt.

Nein, niemand überwacht die Verwendung von Plugin-Optionen.



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Fazit

1. Volvo XC60 T6 aufladen
612 Punkte

Top-Bremsen, kraftvoller Antrieb und hohe Reichweite übertreffen Vergleiche. Nachteile: kleiner Kofferraum, lange Ladezeit, sehr hoher Preis.

2. Landrover Discovery Sport P300e
579 Punkte

Er wird die Herzen aller SUV-Fahrer erobern, die von einem Geländewagen träumen: hohe Sitzposition, tolle Sicht, viel Platz, einfaches Beladen und Abenteuerlust.

Technische Spezifikationen

Volvo XC60 Recharge T6 AWD Recharge Essential Land Rover Discovery Sport P300e AWD SE
Grundgebühr 68.400 € 60.770 €
Äußere Abmessungen 4708 × 1902 × 1655 mm 4597 × 1904 × 1727 mm
Kofferraumkapazität 468-1395 Liter 602 bis 1794 Liter
Hubraum / Motor 1969 ccm/4 Zylinder 1498 cm³ / 3 Zylinder
Leistung 253 PS bei 186 kW / 5500 U/min 200 PS bei 147 kW / 5500 U/min
maximale Geschwindigkeit 180 km/h 209 km/h
0-100 km/h 7,1 Sekunden
Verbrauch 1,0 kWh/100 km 1,7kWh/100km
Verbrauch testen 9,6kWh/100km

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