Kleines Wiesental: Ein Geschäft mit Schwankungen – Kleines Wiesental

logistische Probleme

Meyer-Heisig recherchierte gezielt in alten Dokumenten: „Vor 50 Jahren gab es im Schopfheimer Raum noch 44 Sägewerke.“ Folglich gab es Konkurrenz, während heute nur noch zwei große Sägewerke auf dem Markt sind und diese die Preise bestimmen.

Derzeit wird der größte Teil des Holzes in der Umgebung außerhalb des Bezirks verkauft. Das bringt nicht zuletzt logistische Probleme mit sich, wenn beispielsweise Transportunternehmen keine Fahrer mehr haben, Bahnen kurzfristig die versprochenen Holzwaggons nicht liefern, der Rhein kein Wasser für die Verschiffung in den Sommer hat und China künstlich in Verzug gerät liefern. Container im Ausland.

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Offensichtlich hat die Gemeinschaft der Forstwirte ein gewisses Verständnis, wenn sich ein Waldbesitzer beschwert, dass der Nachbar ein paar Euro mehr verdient hat, aber derzeit ist das Holzgeschäft von großen Schwankungen geprägt. Schwankungen, die der FBG sogar Probleme bereitet haben.

Schnäppchenpreise

Während der Trockenholzkrisenjahre fielen die Preise so schnell, dass die Käufer die angegebenen Preise nicht mehr an die Waldbesitzer zahlten und ins Defizit gerieten. „Deshalb mussten wir wegen der immensen Käferholzmengen und der dramatisch gesunkenen Holzpreise das Geschäftsmodell ändern“, erklärt Meyer-Heisig. Die FBG verkauft das Holz nun im eigenen Namen und zahlt den Gewinn nach Zahlungseingang an die Waldbesitzer aus.

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Finanzierung geflossen

Wichtig ist aber auch, dass die FBG Sammelanträge auf Waldförderungen stellt, die Einzelpersonen aufgrund der Geringfügigkeitsgrenze nicht in Anspruch nehmen können. Im Forstamt Kandern wurden im vergangenen Jahr zwischen 500.000 und 700.000 Euro registriert und ausgeschüttet.

Ein schmerzlicher Verlust sei aber die Abwanderung von Neuenweg und Tegernau aus dem namensgebenden Kleinen Wiesental in die Forstgemeinde Todtnau, beklagt Meyer-Heisig: „Die verlorenen Beträge schmerzen uns.“

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Es besteht aber bereits de facto eine Kooperation mit der FBG Dreiländereck am gemeinsamen Hauptsitz in Kandern. Obwohl es noch rechtliche Hindernisse für eine Fusion gibt, ist die Fusion die Zukunftsperspektive.

Im Jahr 2021 handelte der Forstverband rund 50.000 Festmeter Holz, davon rund 75 Prozent Nadelholz. Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug 2,5 Millionen Euro. Seit 2006 hat die FBG Kleines Wiesental mehr als 47 Millionen Euro an Waldbesitzer überwiesen.

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