Immer noch teurer als Gas: Habeck will Einbau von Wärmepumpen beschleunigen

immer noch teurer als Benzin
Haibeck will den Einbau von Wärmepumpen beschleunigen

Bis 2030 will Traffic Light sechs Millionen Wärmepumpen in Gebäuden installieren. Doch es gibt viele Probleme: zu viel Strom, zu wenig Pumpen und zu wenig Facharbeiter. Wirtschaftsminister Habaek arbeitet mit der Industrie an einer Lösung.

Besitzer von Wärmepumpen sollen durch die geplante Energiepreisbremse nicht geschadet werden. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kündigte dafür eine Sonderregelung an. Außerdem sollen die Produktionskapazitäten ausgebaut und mehr Fachkräfte eingestellt werden, um die Installation von Wärmepumpen in Deutschland zu beschleunigen. Das teilte das Wirtschaftsministerium nach dem „Wärmepumpen-Gipfel“ mit Vertretern aus Industrie und Handel mit.

Angesichts gestiegener Energiekosten plant die Bundesregierung, die Gas- und Strompreise zu bremsen. Die technische Umsetzung der Preisbremse ist laut Habeck anspruchsvoll. Die entsprechenden Gesetze müssen allerdings wie geplant bis Mitte Dezember von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Als ersten Schritt haben Bundestag und Bundesrat im Dezember eine Einmalzahlung für Gaskunden beschlossen.

Die Gaspreisbremse, die ab März für Privathaushalte und kleine und mittlere Unternehmen gelten soll, sieht einen staatlich subventionierten Grundverbrauch vor – ebenso wie die Strompreisbremse. Dies soll ab Januar umgesetzt werden.

„Keine Strafe für wünschenswertes Verhalten“

Mit Blick darauf, dass es eine vergünstigte Quote bezogen auf das Bezugsjahr 2021 geben soll, sagte Habeck: „Wenn Sie eine Wärmepumpe installiert haben, also Gas gespart und entsprechend mehr Strom verbraucht haben, werden Sie von der Politik entsprechend bestraft Argument für das eigentlich gewünschte Verhalten – nämlich weg von fossiler Energie.“ Unter Berücksichtigung dessen wird daher eine Sonderregel aufgestellt. Wie es konkret aussehen soll, bleibt allerdings offen.

Laut Bundesverband Wärmepumpen haben viele Kunden, die gerade eine Wärmepumpe installiert haben, große Sorge, dass die Strompreisbremse ihre Heizkosten nicht deckt. Sie dürfen keinen Verbrauch aus dem Vorjahr aufweisen, da sie möglicherweise im Vorjahr mit Gas oder Öl beheizt wurden. Dieser höhere Stromverbrauch wäre dann im Zweifel nicht durch die Strompreisobergrenze abgedeckt. Es wurde auch gesagt, dass der Gaspreis höher sein sollte als der Strompreis.

Angesichts der hohen Investitionskosten für den Einbau von Wärmepumpen wird laut einem Papier befürchtet, dass potenzielle Investoren wieder vor Wärmepumpen zurückschrecken werden. Habek sagte, der Gaspreisbruch bedeute nicht, dass die Gaspreise so günstig seien wie im Jahr 2021, aber es nehme „den Druck der Überlastung“. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist nach wie vor sinnvoll.

Der Minister räumte ein, dass es teurer sei, in Wärmepumpen zu investieren als in fossile Alternativen wie Gaskessel. Allerdings bezuschusst der Bund den Einbau von Wärmepumpen mit bis zu einem Drittel der Anschaffungskosten. Auch Habach sprach sich dafür aus, die im Koalitionsvertrag vorgesehene „Super-Abschreibung“ für Investitionen in Klimaschutztechnik zu nutzen. Im Hochbau müssen die CO2-Emissionen reduziert werden.

Wärmepumpen entnehmen einen großen Teil der Energie zum Heizen aus der Umwelt, wie Luft und Grundwasser. Um die Wärme nutzbar zu machen, brauchen sie Strom zum Antreiben und Pumpen. Strom muss aus erneuerbaren Energien stammen.

großes Ziel, lange Wartezeit

Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpen, sagte, eine neue Heizungsanlage halte 15 bis 20 Jahre. Die langfristige Perspektive spricht sicherlich für die Wärmepumpe. Die Bundesregierung hat sich das Ziel von sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030 gesetzt. Laut Habeck sind es derzeit 1,4 Millionen. Obwohl die Nachfrage stark gestiegen ist. Laut Habeck sollen in diesem Jahr 230.000 neue Wärmepumpen installiert werden. Im vergangenen Jahr waren es rund 150.000. Nach dem Ziel der Bundesregierung sollen es ab 2024 jährlich 500.000 neu installierte Wärmepumpen sein.

Die Industrie werde diese produzieren können, so Habeck, wurde auf dem Gipfel deutlich. Sabel sagte, derzeit gebe es eine Wartezeit von etwa einem halben Jahr – wenn es schlecht laufe, ein Jahr. In einem Eckpunktepapier des Gipfels heißt es, dass eine starke europäische Zulieferindustrie unabdingbar für den Ausbau der Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa ist. Eine europäische Plattform für Transformationstechnologien könnte einen Ansatz bieten.

Angesichts des Fachkräftemangels soll die Attraktivität des Unternehmens durch neue Kompetenzen im Bereich Wärmepumpe und Erneuerbare Energien gesteigert werden. Dies gilt sowohl für die Ausbildung als auch für die Weiterbildung. Allerdings konzentriert sich der Markt für Wärmepumpen derzeit noch auf Neubauten und Einfamilienhäuser. „Wärmepumpen im Bestand und insbesondere in großen Gebäuden werden daher 2023 ein wichtiges Thema sein.“

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