BMI und DOSB mit Grobkonzept für Spitzensportreform

Sport (DPA)

BMI und DOSB mit einem groben Konzept für erstklassige sportliche Verbesserung

Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Quelle: Sebastian Gollnow/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Der deutsche Sport unternimmt gemeinsam mit der Politik einen neuen Anlauf zu mehr Leistung. Leistungssportmandate und -gesetze sind die wichtigsten Bausteine.

MDie Reform der gescheiterten Spitzensportreform soll das Blatt im Kampf um mehr Medaillen bei Olympischen Spielen wenden.

In dem von Bundesministerium und Deutschem Olympischen Sportbund vorgelegten Grobkonzept sind die wesentlichen Bausteine ​​die vorgeschlagene Organisation des Leistungssports und die Umsetzung des Sportförderungsgesetzes. Damit sollen die Weichen für ein modernes und transparentes Fördersystem gestellt werden, heißt es in einer Mitteilung des Bundesministeriums.

„Mit den getroffenen Vereinbarungen machen wir den Spitzensport in Deutschland fit für die Zukunft“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). „Wir wollen sportliche Höchstleistungen auf internationalem Niveau und Maßstäbe setzen, wenn es um Werte und Integrität geht.“ Nachdem in den vergangenen sechs Jahren die Erstligareform 2016 nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, ist dies der zweite Anlauf Umstrukturierung. Seit den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona, ​​als es 82 Medaillen gab, ist die Spur gesunken. Bei den Sommerspielen in Tokio 2021 haben deutsche Leichtathleten nur 37 Medaillen gewonnen.

„Wir sind uns in Sport und Politik einig, dass der deutsche Leistungssport eine neue, innovative Kraft braucht“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. „Wir wollen eine Richtungsänderung für den internationalen Erfolg unserer Athleten schaffen.

Die geplante Organisation für den Leistungssport soll laut Grobkonzept erstmals einerseits die Betreuung und Förderung des Leistungssports haben. Mit dem Sportförderungsgesetz soll eine langfristige Finanzierung sichergestellt und damit den Organisationsverbänden Sicherheit gegeben werden. Die Bundesregierung legt die Finanzierung nun von Jahr zu Jahr fest, was eine langfristige und strategische Trainings- und Wettkampfplanung erschwert.

„So erreichen wir mehr Flexibilität im System, bauen Bürokratie ab und unsere Organisation kann sich wieder auf das konzentrieren, was im globalen Wettbewerb zählt: die langfristige Entwicklung von Spitzenleistungen“, erklärte Weikert. Mit dem aktuellen Grobkonzept soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe von BMI, DOSB und den Verbänden ab Januar 2023 die Details erarbeiten. Weitere Interessengruppen, insbesondere Sportlerverbände, sollen eingebunden werden.

Der Deutsche Sportbund sah sich an der Entwicklung des kruden Begriffs, abgesehen von „punktueller Beratung und unregelmäßigem Informationsaustausch“, nicht beteiligt. „Verbesserung im Leistungssport kann ohne die Mitarbeit und Beteiligung der Athleten nicht gelingen“, heißt es in einer Stellungnahme der Interessengemeinschaft, die Gleichberechtigung in allen Entscheidungsprozessen fordert.

Die SPD akzeptiert das vorgelegte vorläufige Konzept. „Jetzt ist die Grundsatzentscheidung gefallen, dass es im Spitzensport nicht ‚business as usual‘ geben darf und umfassende und organisatorische Neuerungen nötig sind“, sagte Sportpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Sabine Poschmann. Die Idee bietet die Chance, den durch die Reform des Spitzensports entstandenen Knoten endgültig zu durchtrennen und den Grundstein für die künftige Leistungsfähigkeit deutscher Sportler auf internationalem Spitzenniveau zu legen.

„Nach der gescheiterten Reform von 2016 ist eine neue Reform an der Zeit, um gemeinsame Ziele und verbindliche Maßnahmen zu formulieren“, sagte Tina Winklmann, sportpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen. „Seit vielen Jahren ist klar, dass die bisherige Politik der Preismaximierung weder gute Ergebnisse noch Zufriedenheit gebracht, sondern vor allem die Athleten unnötig unter Druck gesetzt hat.“ Allerdings sieht sie großen Verbesserungsbedarf bei der Beteiligung der Athleten.

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